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Pilotanlage im Scharnhauser Park liefert bald wieder Wärme und Strom

(vom 26.02.2009)

Brandschäden beseitigt - Sicherheitskonzept optimiert.

Brandschäden beseitigt - Sicherheitskonzept optimiert

OSTFILDERN - In wenigen Tagen wird das Holzhackschnitzelheizwerk im Scharnhauser Park in Ostfildern wieder Wärme und Strom erzeugen. Die von der Stadtwerke Esslingen GmbH (SWE) errichtete und betriebene Pilotanlage in der Holzwiesenstraße 50 hatte nach einem Brand am 13. November 2008 die umweltfreundliche Produktion von Wärme für 6000 Einwohner und Strom für rund 3000 Einwohner einstellen müssen. Ursache des Feuers, bei dem ein Schaden von etwa 700 000 Euro entstand, war ein Programmierfehler in der Software. Durch Überhitzung war es zu einem Druckaufbau gekommen, der schließlich zum Austritt von geringen Mengen Thermoöl aus dem Prozesskreislauf führte.

Nach umfangreichen Reparaturarbeiten in den vergangenen dreieinhalb Monaten kann das Kraftwerk mit nachwachsenden Rohstoffen wie regionales Landschaftspflegeholz und Nutzholz wieder angeheizt werden. Gegenüber einer Befeuerung mit Öl spart es stolze 7900 Tonnen Co2 im Jahr ein. „Wir freuen uns auf eine tolle Energieausnutzung von 89 Prozent", freut sich Stadtwerkegeschäftsführer Wolfgang Lotz.

Sämtliche Prüfinstitutionen wie TÜV, Dekra und die Materialprüfungsanstalt haben die Anlage auf Herz und Nieren geprüft und ihre Freigabe erteilt." Zu den Tests zählten unter anderem Druckproben und umfangreiche Werkstoffprüfungen am Thermoölerhitzer", erläutert Betriebsleiter Jochen Fink. Und Wolfgang Lotz ergänzt: „Neueste Erkenntnisse und modernste Technik spielten bei der Verbesserung der Sicherheitsstandards die wesentliche Rolle. "Überarbeitet und aktualisiert wurden das Steuerungskonzept und das Sicherheitskonzept, so dass die Sammelkapazität für Thermoöl im Falle eines Überdrucks in der Anlage mit knapp 16 000 Liter jetzt ausreichend ist.

Während des dreimonatigen Ausfalls der Anlage war die Versorgung der SWE-Kunden jederzeit gewährleistet. „Die Bewohner des Scharnhauser Parks mussten nicht frieren. Die Energie für die Wärmeversorgung hat in dieser Zeit ein Gasheizkessel geliefert, der als Reserve und als Zusatzheizung in Spitzenlastzeiten dient", erläutert der Geschäftsführer. Umweltfreundlich Energie zu erzeugen, ist Leitmotiv für das seit 2004 laufende Pilotprojekt. In die mit 730 000 Euro vom Land Baden-Württemberg geförderte Anlage haben die SWE 5,1 Millionen Euro investiert. 80 Prozent des Jahreswärmebedarfs im Stadtteil soll die Anlage mit Hilfe von erneuerbaren Energien - etwa Holz- und Grünschnitt - aus der Region liefern. Dass die brandbedingte Ausfallzeit einen Strich durch diese Rechnung machen könnte, glauben die Heizwerksbetreiber nicht. "Wir wollen die 80 Prozent auch im Jahr 2009 erreichen."

Esslingen, 26.02.2009

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