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Selbst erzeugter Strom für das Schelztorareal

(vom 10.02.2014)

Vorzeigeprojekt: Stadtwerke Esslingen haben Arealnetz verwirklicht - Vertrieb über die grünES GmbH

Seit September 2012 bietet die grünES GmbH, ein Unternehmen der Stadtwerke Esslingen (SWE), allen Verbrauchern im Versorgungsgebiet der SWE Ökostrom und Bioerdgas an.

Damit haben alle Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, schnell und unkompliziert einen entscheidenden Beitrag zum Schutz des Klimas zu leisten.

Der grünES-Ökostrom wird in Wasserkraftwerken erzeugt, die überwiegend in Baden-Württemberg stehen. Langfristiges Ziel ist es, über die grünES GmbH auch den Strom, den die SWE selbst in ihren Anlagen erzeugen, zu vermarkten.

Einen entscheidenden Schritt vorangekommen ist man mit der Realisierung eines Vorzeigeprojekts im Esslinger Schelztorareal. Die Stadtwerke Esslingen betreiben in der Schelztorstraße seit Herbst 2012 eine Heizzentrale für rund 200 Wohnungen und gewerbliche Räume. Herzstück der modernen Anlage ist ein mit Erdgas betriebenes Blockheizkraftwerk, das nicht nur Wärme für Heizung und Warmwasser, sondern auch Strom erzeugt. Der Strom wurde bis vor kurzem ins öffentliche Netz eingespeist. Seit dem 1. Januar 2014 kann er direkt vor Ort von den Kunden verbraucht werden. Angeboten wird dieser „Schelztor grünES-Strom" von der grünES GmbH.

Der Eigenverbrauch des vor Ort erzeugten Stroms bringt für die Bewohner des Schelztorareals viele Vorteile: So kann der Strom, der nicht erst ins öffentliche Netz eingespeist werden muss, zu einem außergewöhnlich günstigen Preis bezogen werden. Notwendig war dafür der Umbau der Anlage zu einer sogenannten „Kundenanlage". Die Überschüsse werden weiterhin ins Netz eingespeist. Verbrauchen die Kunden mehr Strom als in der Anlage erzeugt wird, kann auch Strom aus dem öffentlichen Netz entnommen werden. Eingekauft wird dann Ökostrom aus heimischer Wasserkraft, so dass auch hier der ökologische und regionale Fokus bestehen bleibt.

„Die gleichzeitige Erzeugung von Wärme und Strom nutzt die eingesetzte Energie besonders gut aus und ist deshalb ökologisch sinnvoll", so SWE-Prokurist Dominik Völker. Die SWE setzen deshalb seit Jahren auf Blockheizkraftwerke, um einzelne Gebäude oder ganze Wohngebiete mit Wärme zu versorgen und außerdem Strom zu erzeugen. Die Anlage in der Schelztorstraße gilt bei den SWE als Pilotprojekt. „In der Eigenvermarktung des selbst erzeugten Stroms sehen wir für die kommenden Jahre noch viel Potenzial." Weitere Projekte werden deshalb derzeit geprüft. Zukunftsweisend sei in dem Zusammenhang auch, dass der Strom dort produziert wird, wo er gebraucht wird. „Er muss nicht erst über Leitungstrassen zu den Verbrauchern transportiert werden - das ist auch volkswirtschaftlich sinnvoll", so Völker.

Die effiziente und ökologische Stromerzeugung ist ein wesentlicher Baustein zum Gelingen der Energiewende in Esslingen. Schließlich hat sich die Stadt Esslingen zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2020 die CO2-Emissionen um ein Viertel zu reduzieren. Dr. Jürgen Zieger, Oberbürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender der SWE, betont: „Einiges haben wir schon erreicht - mit Projekten wie im Schelztorareal kommen wir noch einmal einen Schritt weiter. Ich bin stolz darauf, dass die Stadtwerke Esslingen zu den ersten Versorgungsunternehmen bundesweit gehören, die solch ein Geschäftsmodell umsetzen."

Ein wichtiger Schritt sei auch die Gründung der grünES GmbH mit ihrem Ökostrom-Angebot für alle Bürger gewesen. Die grünES GmbH erwartet für 2014 eine Gesamtabgabe von knapp 9 GWh Ökostrom. Bei einem jährlichen Durchschnittsverbrauch von 1.500 kWh/Person entspricht dies einer Versorgung von rechnerisch ca. 6.000 Personen. Verglichen mit der Versorgung durch einen konventionellen Stromanbieter bedeutet dies eine CO2-Einsparung von ca. 4.400 Tonnen pro Jahr. Um diese Menge CO2 zu binden, müsste man auf einer Fläche von ca. 500 Fußballfeldern Wald anbauen.
Zudem gehen 0,5 Cent pro verbrauchter Kilowattstunde in einen Förderfonds für weitere ökologische Anlagen und Projekte. Ansprechpartner für grünES-Ökostrom sind die Mitarbeiter im Kundencenter der Stadtwerke Esslingen.

 

Bild

Bild (v.l.n.r.): Wolfgang Lotz (Geschäftsführer der SWE), Christian Brokate (Vorstand Baugenossenschaft Esslingen), Dr. Jürgen Zieger (Oberbürgermeister der Stadt Esslingen am Neckar & Aufsichtsratsvorsitzender der SWE), Dominik Völker (Prokurist der SWE & Geschäftsführer der grünES GmbH), Oliver Kulpanek (Vorstand Baugenossenschaft Esslingen)

Foto von: Moritz Brunemann (SWE)

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