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Stadtwerke Esslingen auf gutem Kurs: Erneuerbare Energien weiter ausgebaut

(vom 21.03.2019

Die Stadtwerke Esslingen (SWE) treiben die Energiewende weiter voran. Rein rechnerisch erzeugten die SWE im Jahr 2018 ökologischen Strom für mehr als 20.000 Menschen.

Für das aktuelle Jahr sind deutliche Steigerungen zu erwarten: Zum einen da im vorigen Jahr u.a. wegen des Wetters weniger Strom erzeugt wurde als sonst, zum anderen haben die SWE Anfang 2019 eine neue Beteiligung erworben.

Windpark Aalen-Waldhausen

Der Esslinger Gemeinderat stimmte im Februar 2019 einer Beteiligung der SWE am Windpark AalenWaldhausen zu. Für 7,25 Millionen Euro gehören den SWE nun 25 Prozent des von der EnBW erbauten Windparks auf der Ostalb. Dadurch können die SWE rechnerisch Strom für rund 6.200 Menschen erzeugen. Es handelt sich damit um die derzeit größte Beteiligung der SWE an einem Wind- oder Solarpark. Für den Erwerb der Anteile haben die SWE eine Bietergemeinschaft mit dem NEV (Neckar-Elektrizitätsverband) gebildet, der weitere 10 Prozent der Gesellschaftsanteile erworben hat.
Der Windpark im Teilort Waldhausen der Stadt Aalen besteht aus fünf Windkraftanlagen vom Typ Vestas V 126 mit einer Gesamtleistung von 16,5 Megawatt (MW). Inbetriebnahme war im Herbst 2017. Pro Jahr sollen die fünf Anlagen rund 37.000 MWh Strom erzeugen. Der Anteil der Stadtwerke Esslingen daran liegt bei rund 9.300 MWh/Jahr. Im Vergleich zur konventionellen Stromerzeugung können dadurch rund 4.800 Tonnen CO2/Jahr eingespart werden.
Mit der neuen Beteiligung können die SWE ihre ökologische Stromerzeugung deutlich ausbauen. „Esslingen als Industriestandort braucht viel Strom“, so Oberbürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Jürgen Zieger. „Wir können aber nicht alles auf Esslinger Gemarkung verwirklichen. Mit der Beteiligung am Windpark Aalen-Waldhausen unterstützen wir die Energiewende in der Region.“

Neue Weststadt: Innovative Energieversorgung

Doch auch in Esslingen geht man in Sachen Energieversorgung neue Wege: In der „Neuen Weststadt“ sollen in den nächsten Jahren 600 Wohnungen, Büro- und Gewerbeflächen sowie ein Neubau der Hochschule Esslingen entstehen. Das Besondere daran: Das Quartier soll klimaneutral sein. Dafür werden neue Konzepte zur Energieversorgung umgesetzt. Für Bau und Betrieb der Energie- und Technikzentrale wurde unter Beteiligung der SWE die „Green Hydrogen Esslingen GmbH“ gegründet. Herzstück der Anlage ist ein Elektrolyseur, der überschüssigen Strom aus erneuerbarer Erzeugung im Quartier in Wasserstoff (H2) umwandelt. Der Wasserstoff kann direkt vor Ort oder an anderer Stelle für eine ökologische Energieerzeugung genutzt werden.
Die SWE werden in das Projekt auch ihr Fachwissen im Bereich Wärmeversorgung einbringen. „Die Stadtwerke Esslingen bedienen bereits jetzt die drei Sektoren Wärme, Mobilität und Strom, wenn auch bis jetzt mit einem etwas konventionelleren Brennstoff“, so Thomas Isele, der Geschäftsführer der SWE. „Die Ergänzung unseres Portfolios durch den Energieträger Wasserstoff bedeutet für uns einen entscheidenden Kompetenzzuwachs als Energiedienstleister, der die SWE für die Zukunft rüstet.“

Strom aus Wind- und Wasserkraft, Solarenergie, Biomasse und Kraft-Wärme-Kopplung

Im Jahr 2018 erzeugten die Stadtwerke Esslingen 31.129 Megawattstunden ökologischen Strom, rechnerisch können damit 20.753 Personen versorgt werden. Den größten Anteil an der Stromproduktion hat die Windkraft (10.607 MWh). Die SWE sind hier an verschiedenen Windparks in der Ostsee und an Land beteiligt. Stark zugenommen hat die Stromproduktion aus Kraft-WärmeKopplung: In den Bilanzzahlen für 2018 wirkt sich vor allem das neue BHKW in der Heizzentrale auf der Flandernhöhe aus, das im Januar 2018 in Betrieb ging. Insgesamt wurden 2018 7.928 MWh Strom in den Blockheizkraftwerken der SWE produziert (Vorjahr 4.623 MWh). Eine deutliche Steigerung gab es auch bei der Stromproduktion aus Solarenergie: 6.296 MWh Strom erzeugten die SWE über Beteiligungen an den Solarparks in Königsbronn und Riedlingen-Zweifaltendorf. Die Beteiligung am Solarpark Riedlingen-Zwiefaltendorf kam 2018 neu hinzu. Die SWE erzeugen außerdem Solarstrom in eigenen Anlagen (912 MWh).
Mit Hilfe der Wasserkraft wurden 2018 4.424 MWh Strom erzeugt. Wasserkraft wird mittels Trinkwasserturbinen in den Leitungen der SWE genutzt, außerdem sind die SWE an der Neckar-AG beteiligt. Strom wurde außerdem aus Biomasse erzeugt (1.092 MWh), in erster Linie im Holzheizkraftwerk Scharnhauser Park. Hier gab es deutliche Rückgänge im Vergleich zum Vorjahr: Zum einen war das Holzheizkraftwerk aufgrund des warmen Wetters weniger lang in Betrieb als sonst, zum anderen konnte aufgrund einer technischen Störung zeitweise kein Strom produziert werden.

Wärme aus Biomasse und Blockheizkraftwerken

Mit ihren Blockheizkraftwerken, Biomasse-Anlagen, über Geothermie und Solarthermie erzeugten die Stadtwerke Esslingen im vergangenen Jahr 38.440 MWh Wärme für rechnerisch 7.904 Personen. Das größte Nahwärmenetz ist dabei der Scharnhauser Park. Hier werden nach wie vor neue Gebäude ans Netz angeschlossen. Weitere Wärmenetze der SWE sind u.a.: Flandernhöhe (ehemals Funkerkaserne), Neubaugebiet Strengenäcker, Wohnkomplex Zollernplatz, Wohngebiet Zollberg-Süd, Kelterquartier Unterensingen, Wohngebiet Schelztorstraße, Wärmenetz Berkheim (Hallen-Freibad, Osterfeldhalle, Altenpflegeheim, Schillerschule), Badstraße Berkheim, Wärmenetz Zollberg (Rohräckerschule, Zollberg-Realschule, Probebühne WLB), Burgweg Köngen.
Das größte BHKW der Stadtwerke Esslingen befindet sich in der Heizzentrale Flandernhöhe. Seit Anfang 2018 ist es nun in Betrieb, produziert Wärme für den Stadtteil und speist gleichzeitig Strom ins Netz ein. Auf der Flandernhöhe entstehen durch die Neubauten der Wohnungsbaugesellschaften und den Umzug der Hochschule in die Weststadt in den nächsten Jahren rund 900 neue Wohnungen. Diese können über die neue Heizzentrale umweltfreundlich mit Wärme versorgt werden.
„Die umweltfreundliche Versorgung mit Fern- und Nahwärme bauen wir auch in Zukunft weiter aus“, so SWE-Geschäftsführer Thomas Isele. „In Zusammenarbeit mit der Wohnungswirtschaft können wir ganze Areale effizient und klimaschonend mit Wärme versorgen.“ Hier gibt es nach wie vor Potenzial.

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