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Hohe Investitionen in Erneuerbare Energien, umweltfreundliche Wärme und nachhaltige Mobilität

(vom 28.05.2020)

Der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung steigt. Die Stadtwerke Esslingen arbeiten daran mit und investieren in innovative Lösungen von Morgen. Auch vor Ort in Esslingen arbeiten die SWE an einer umweltfreundlichen Wärmeversorgung und unterstützen alternative Mobilität.

Belectric GmbH

Foto: Der Solarpark Speichersdorf steht kurz vor der Inbetriebnahme und deckt künftig den Strombedarf von mehr als 6.500 Haushalten. Die Stadtwerke Esslingen haben den Solarpark 2019 gemeinsam mit dem NEV gekauft.

Mehr als 10 Millionen Euro haben die Stadtwerke Esslingen im vergangenen Jahr in Wind- und Solarstromanlagen investiert. Das Beteiligungsvolumen der Stadtwerke Esslingen wurde damit verdoppelt. Anfang 2019 erwarben die SWE eine 25-Prozent-Beteiligung am Windpark Aalen-Waldhausen. Allein dadurch konnten die SWE Strom für rechnerisch rund 6.200 Personen erzeugen und die Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien deutlich ausbauen.

Ende 2019 kauften die SWE außerdem zusammen mit dem Neckar-Elektrizitätsverband (NEV) den Solarpark Speichersdorf im bayrischen Landkreis Bayreuth. Damit können rechnerisch rund 2.600 Personen versorgt werden. In der Bilanz 2019 schlägt sich diese Beteiligung allerdings noch nicht nieder, da die Inbetriebnahme in 2020 erfolgt.

„Um den Klimaschutz voranzubringen, müssen wir alle unsere Möglichkeiten nutzen“, so Aufsichtsratsvorsitzender und Oberbürgermeister Jürgen Zieger. „Dazu gehören Beteiligungen an Wind- und Solarparks genauso wie Investitionen in effiziente Energieversorgungssysteme vor Ort. Auch umweltfreundliche Mobilität ist für die Stadt Esslingen wichtig und wird weiter ausgebaut.“

Ökologisch erzeugter Strom für 28.800 Menschen

Insgesamt erzeugten die Stadtwerke Esslingen im Jahr 2019 in ihren eigenen Anlagen und über Beteiligungen 43.200 Megawattstunden Strom aus erneuerbaren Energien oder Kraft-Wärme-Kopplung. Bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 1.500 Kilowattstunden pro Person und Jahr kann man damit den Bedarf von 28.800 Personen decken. In der Bilanz des Jahres 2019 erzielten vor allem die Photovoltaikanlagen einen überdurchschnittlichen Stromertrag. Insbesondere der Solarpark Königsbronn erreichte ein Rekordergebnis, auch der Solarpark Riedlingen lieferte viel Strom. In der Region haben die Stadtwerke Esslingen insgesamt ca. 6.000 m2 Kollektorfläche installiert. Vom Windaufkommen her war das Jahr 2019 durchschnittlich.

Neben Wind und Sonne wird in Esslingen auch die Wasserkraft genutzt. Die SWE sind hier an der Neckar-AG mit ihren Wasserkraftwerken entlang des Neckars beteiligt. Außerdem erzeugen Trinkwasserturbinen im Leitungsnetz elektrische Energie. Strom wird außerdem über Kraft-Wärme-Kopplung in den Blockheizkraftwerken erzeugt.

„Wir investieren seit vielen Jahren in erneuerbare Energien und effiziente Erzeugungsanlagen, da dies die Energieversorgung der Zukunft ist“, so SWE-Geschäftsführer Jörg Zou. „Unsere Kunden unterstützen wir mit unseren Produkten und Angeboten dabei, selbst Wärme und Strom ökologisch zu erzeugen oder umweltfreundliche Energien zu nutzen.“

Energiewende heißt auch Wärmewende

Holzheizkraftwerk Scharnhauser Park

Foto: Seit 2004 versorgt das Holzheizkraftwerk Scharnhauser Park Bewohner mit ökologisch erzeugter Wärme: Das Biomasse-Holzheizkraftwerk der SWE erzeugt rund 70 Prozent der jährlich benötigten Heizenergie des Wohngebiets Scharnhauser Park, zusätzlich wird auch Strom erzeugt.

Damit die Energiewende gelingt, muss aber nicht nur Strom, sondern auch Wärme möglichst umweltschonend und effizient erzeugt werden. Die SWE erzeugen in ihren Blockheizkraftwerken, in mehreren Biomasse-Anlagen, über Geothermie und Solarthermie ökologische Wärme für fast 8.600 Menschen. Im Holzheizkraftwerk Scharnhauser Park wurde im vorigen Jahr 21.637 MWh Wärme erzeugt, außerdem 1.286 MWh Strom (plus 17 Prozent). Das größte Blockheizkraftwerk der SWE auf der Flandernhöhe ist seit Anfang 2018 in Betrieb.

Außerdem verteilen die Stadtwerke Esslingen die Fernwärme aus den Kraftwerken Altbach, Stuttgart-Münster und Stuttgart-Gaisburg. Das Fernwärmenetz wurde in den letzten Jahren intensiv ausgebaut - auch das ist ein wichtiger Beitrag zur „Wärmewende“. Im Jahr 2019 wurde 120.360 MWh Wärme über das Fernwärmenetz verteilt, damit konnte 18.379 Tonnen CO2 eingespart werden.

CO2-Einsparung 2019

Durch die Erzeugung von Wärme und Strom aus Erneuerbaren Energien und Kraft-Wärme-Kopplung konnten die SWE im Jahr 2019 im Vergleich zur konventionellen Stromerzeugung 32.834 Tonnen CO2 einsparen (ohne Fernwärme). Das entspricht der jährlichen CO2- Aufnahmefähigkeit von 3.283 Hektar und damit einer Größe von 4.598 Fußballfeldern Mischwald.

Stromerzeugung in Deutschland

Im ersten Quartal dieses Jahres 2020 haben die Erneuerbaren Energien erstmals mehr als die Hälfte des deutschen Stromverbrauchs gedeckt. Das zeigen vorläufige Berechnungen des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg und des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft. Viel Wind und Sonne in den ersten Monaten des Jahres sorgte für eine besonders hohe Stromproduktion. Da gleichzeitig aufgrund der Corona-Krise weniger verbraucht wurde, stieg der Anteil der erneuerbaren Energien deutlich an.

Im Jahr 2019 lag der Anteil der „Erneuerbaren“ bei 43 Prozent. Gut die Hälfte davon stammte aus Windenergie, vor allem an Land, gefolgt von Biomasse und Photovoltaik. Ergänzt wird dies durch Strom aus Wasserkraft und zu einem kleinen Teil aus biogenen Siedlungsabfällen und Geothermie. Damit die Energiewende in den kommenden Jahren weiter vorankommt, gibt es noch einiges zu tun. Schließlich will Deutschland gemäß Koalitionsvertrag in zehn Jahren 65 Prozent des Stromverbrauchs mit Sonne, Wind & Co. decken.

Sonnenenergie aus Esslingen

In der Stadt Esslingen wurde nach den Zahlen von 2018 bereits 24.259 MWh Strom über Photovoltaikanlagen auf den Dächern von Esslinger Bürgern und Gewerbebetrieben erzeugt. Dadurch konnten immerhin 14.701 Tonnen CO2 eingespart werden. „Es ist wichtig, dass alle bei der Energiewende mitmachen und sich auch die privaten Hausbesitzer hier engagieren“, so Oberbürgermeister Jürgen Zieger. „Durch die ökologische Energieerzeugung sämtlicher Esslinger Akteure – Esslinger Bürger, Gewerbetreibende und Stadtwerke – spart man in Summe fast 8 Mal mehr CO2 ein als der Esslinger Wald aufnehmen kann.“

Blick in die Zukunft: Nutzung von Wasserstoff

Für die Zukunft gibt es noch mehr Möglichkeiten: In der Neuen Weststadt werden die SWE auch Wasserstoff zur Wärmeversorgung nutzen. In dem Quartier soll Strom aus erneuerbaren Energien in Wasserstoff umgewandelt werden. Die Wärme, die bei dem Prozess entsteht, wird zum Beheizen der Wohnungen und Büros genutzt. „Wasserstoff ist ein Schlüsselelement der Energiewende“, macht SWE-Geschäftsführer Jörg Zou die Bedeutung des Projekts deutlich. „Wir zeigen hier in der Neuen Weststadt, wie wir mit Hilfe von Wasserstoff Strom aus erneuerbaren Energien für andere Sektoren nutzbar machen können, also zum Beispiel im Bereich Wärme oder Mobilität.“

So kann der vor Ort produzierte Wasserstoff zum Betrieb von Blockheizkraftwerken genutzt, oder auch ins Erdgasnetz eingespeist werden. Das Erdgasnetz wird damit zum Energiespeicher für überschüssigen Strom aus erneuerbaren Energien. Auch die Vermarktung über einen Wasserstoff-Tarif ist geplant.

Umweltfreundliche Mobilität

Umweltschutz spielt bei den SWE auch im Unternehmen selbst eine große Rolle: Die Stadtwerke Esslingen haben sich kürzlich einem Umweltaudit unterzogen und wurden vom Verein „zukunftmobil Baden-Württemberg“ mit einem Zertifikat für Nachhaltiges Mobilitäts- und Fuhrparkmanagement ausgezeichnet. Der SWE-Fuhrpark besteht aus 60 Erdgasfahrzeugen, einem E-Auto und einem Hybridfahrzeug. Die Erdgasfahrzeuge werden mit Biogas betankt, das Elektroauto mit Ökostrom. Den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen stehen zudem zwei Pedelecs für Dienstfahrten innerhalb des Stadtgebiets zur Verfügung.

Für ihre Kunden haben die SWE ein Förderprogramm für Erdgasmobilität aufgelegt. Außerdem liefern die SWE Ökostrom für die Elektro-Hybridbusse des Städtischen Verkehrsbetriebs Esslingen (SVE).

Klimaneutraler Neubau

Die Stadtwerke Esslingen werden bis Ende 2022 von ihrem jetzigen Unternehmenssitz in der Fleischmannstraße ins Gewerbegebiet Neckarwiesen umziehen. Dort wird auf einem SWE-eigenen Grundstück am Standort „Schwertmühle“ ein Neubau erstellt. Auch dieser soll Vorbildfunktion haben: Höchste Energieeffizienz wird durch kompakte Baukörper mit thermisch optimierter Fassade gewährleistet. Die Wärme- und Kälteversorgung soll über Fernwärme erfolgen.

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