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5 Dinge, die Sie noch nicht über das Merkelsche Schwimmbad wussten

(vom 18.09.2018 von Martina Fürstenberger)

Das im Jahr1907 eröffnete Merkel'sche Schwimmbad hat einiges zu erzählen. Vermutlich wissen Sie schon das ein oder andere über das Jugendstilbad. Doch kennen Sie auch schon folgende 5 Geschichten?

Sieben weiße Schwäne des MSB

1. Der Badler:
Der VfB hat das Fritzle, die Nationalelf hat Paule, warum nicht auch etwas für das Merkel’sche Schwimmbad? In den 1980er Jahren führten auch die Stadtwerke Esslingen für ihr Schwimmbad ein Maskottchen ein. Da das Wappentier der Stadt Esslingen ein Adler ist, fiel die Wahl auf ebendieses Tier. Der Adler trug eine blaugelb gestreifte Badehose und wurde nach einem Vorschlag aus der Bevölkerung „Badler“ getauft. Nach einigen Jahren im Dienst fiel er jedoch dem Zeitgeist zum Opfer, Maskottchen sind nicht mehr unbedingt „en vogue“. Wobei: Ein Krokodil wie das Fritzle würde doch zum Merkel’schen Schwimmbad gut passen, oder?

2. Geschlechtertrennung:
Kaum mehr vorstellbar, doch in den Anfangsjahren des Merkel’schen Schwimmbads durften Männer und Frauen nicht zusammen baden. Wie der Chronist Rainer Lächele bemerkt, hatten die Männer „zeittypisch“ den Vorrang: Ihnen wurden deutlich mehr Zeiten zugestanden, zu denen sie das Merkel’sche Schwimmbad besuchen durften, als den Frauen. Diese mussten mit einzelnen Badestunden an drei Wochentagen Vorlieb nehmen. Erst Mitte der 20er Jahre wurde das sogenannte Familienbad eingeführt. Zu festgelegten Zeiten durften Männer, Frauen und Kinder dann gemeinsam ins Bad. Heute darf in der historischen Schwimmhalle montags bis sonntags gebadet werden – und zwar egal von welchem Geschlecht.

3. Badewannen zum Mieten:
In den Jahren nach der Eröffnung des Merkel’schen Schwimmbads und noch lange danach konnte man Badewannen für eine begrenzte Zeit mieten. Schließlich hatte nicht jeder ein eigenes Badezimmer zu Hause. Das Wasser konnte man mit allerlei Zusätzen versehen. Beim „Stahlbad“ zum Beispiel wurde dem Wasser Eisen zugesetzt. Wer es duftiger mochte, konnte zwischen Fichtennadeln, Heublumen oder Kamille wählen. Schwefel sollte gegen Rheuma und andere Gelenkbeschwerden helfen. Wer wollte, konnte aber auch einfach ein Stück Seife für 5 Pfennige kaufen. Besonders luxuriös waren die Salonbäder. Sie waren mit Fayence-Badewannen und einer Rattanliege ausgestattet. 1972 wurde der Trakt zur Cafeteria umgebaut.

4. Ein Schatz aus der Tiefe:
Der Untergrund, auf dem man vor mehr als 110 Jahren das Merkel’sche Schwimmbad baute, birgt einen Schatz. Entdeckt wurde dieser erst viel später, und im August 2005 trat er erstmals an die Oberfläche: Bei einer Bohrung war man auf Mineralwasser gestoßen. Natrium-Calcium-Chlorid-Sulfat-Mineralthermalsäuerling lautet der genaue Begriff für das wertvolle Nass, in das seitdem die Besucher des Mineralbads eintauchen können. Die Bezeichnung Säuerling weist auf den hohen Anteil an Kohlensäure hin. Mit mehr als 30 Grad Celsius kommt das Wasser an die Oberfläche – deshalb wird es auch als Thermalwasser bezeichnet, im Gegensatz zu Quellen, deren Temperatur bei unter 20 Grad liegt. Lediglich um rund vier Grad wird es noch erwärmt, bevor es mit angenehmen 34 Grad ins Becken fließt.

5. Ein wahrer Zoo:
Wer genau hinsieht, hat es vermutlich schon bemerkt: Im Merkel’schen Schwimmbad wimmelt es nur so von Tieren. Schon vor dem Eingang geht es los: Sieben weiße Schwäne sind auf dem Bild über dem Hauptportal abgebildet. Auf dem Giebel spreizt ein Graureiher seine Flügel – er scheint kurz vor dem Abflug zu sein. Etwas links vom Haupteingang hängt ein Frosch gemütlich über einem ovalen Fenster und betrachtet die Besucher. Innen geht es munter weiter: Fische und Chamäleons tummeln sich an der Decke des Treppenhauses, drei lustige Frösche an der blauen Fliesenwand haben früher Wasser gespuckt. Wer findet noch mehr Tiere?

Graureier auf dem Giebel des Merkel′schen Schwimmbads

Frösche an der blauen Fliesenwand

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