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Innovative Energieversorgung in der Neuen Weststadt

(vom 13.02.2019 von Martina Fürstenberger)

In der Esslinger Weststadt entstehen momentan riesige Wohn- und Geschäftsgebäude. Das Besondere daran: Das Quartier soll klimaneutral sein. Wie das gelingen soll, erfahren Sie hier.

Die neue Weststadt

In Esslingen tut sich was: Auf dem Gelände der „Neuen Weststadt“ sollen in den nächsten Jahren 600 Wohnungen, Büro- und Gewerbeflächen sowie ein Neubau der Hochschule Esslingen entstehen. Hierbei werden neue Konzepte zur Energieversorgung umgesetzt: Die Stadtwerke Esslingen werden die Energie- und Technikzentrale mit betreiben. Insbesondere wird das Fachwissen im Bereich Wärmeversorgung in das Projekt fließen.

Aus einem Guss: Strom, Wärme, Kälte und Mobilität

Um das Ziel Klimaneutralität zu erreichen, werden alle Sektoren - Strom, Wärme, Kälte und Mobilität - berücksichtigt und aufeinander abgestimmt. Das fängt damit an, dass die Gebäude einen besonders guten Wärmeschutz bekommen. Die Gebäudeblocks werden sich durch die Nutzung erneuerbarer Energien weitestgehend selbst versorgen. Überschüssige Energie wird für andere Nutzungen zur Verfügung gestellt. Über ein „Smart Grid“ mit einem übergreifenden digitalen Informationsnetz werden die Versorgungssysteme miteinander vernetzt.

Energiezentrale: Strom zu Wasserstoff und Gas

Im Quartierszentrum wird es eine Energie- und Technikzentrale geben. Das Herzstück bildet ein Elektrolyseur, der überschüssigen Strom aus erneuerbarer Erzeugung im Quartier in Wasserstoff (H2) umwandelt. Der Wasserstoff kann nach der Umwandlung in Methan in das bestehende Erdgasnetz eingespeist werden (Power to Gas).

Darüber hinaus ist vorgesehen, den anfallenden Wasserstoff zu vermarkten und weiteren Nutzungen vor Ort zuzuführen. Geplant ist zum Beispiel eine Wasserstofftankstelle für Fahrzeuge mit Brennstoffzellenantrieb. Wasserstoff kann aber auch über verschiedene Prozesse wieder in Strom umgewandelt werden – dadurch können Schwankungen ausgeglichen werden.

Bei der Umwandlung von Strom in Wasserstoff (Elektrolyse) entsteht Wärme. Diese Abwärme soll wiederum über ein Nahwärmenetz für die Versorgung der Blöcke D und E der Neuen Weststadt sowie der neu entstehenden Hochschulgebäude genutzt werden.

Und damit nicht genug: Auch Kälte kann erzeugt werden. Dafür soll im Bereich des gewerblich genutzten Blocks E eine Adsorptionskälteanlage sorgen.

Nachhaltige Mobilität

Neben Strom, Wärme und Kälte spielt die Mobilität bei der Entwicklung eines nachhaltigen Stadtquartiers eine große Rolle. Die Stadt Esslingen will das Obus-Netz deutlich ausbauen und auf das ganze Stadtgebiet ausweiten. Für Strecken ohne Oberleitungsnetz werden dann Elektrobusse mit zusätzlichen Batterien notwendig. Lokaler erneuerbarer Überschussstrom aus der „Neuen Weststadt“ soll direkt und nahezu verlustfrei in das Gleichstrom-Oberleitungsnetz des ÖPNV eingespeist werden. Untersuchen will man außerdem, wie man die Batterien in den Bussen zur Stromnetzstabilisierung einsetzen kann.

SWE als wichtiger Partner

Für Finanzierung, Errichtung und Betrieb der Energie- und Technikzentrale wird eine neue Gesellschaft mit Beteiligung der SWE gegründet: die "Green Hydrogen Esslingen GmbH". Die Stadtwerke Esslingen bedienen bereits jetzt die Sektoren Wärme (Nah- und Fernwärme), Mobilität (Erdgastankstelle ) und Strom (BHKWs , Mieterstrom ). Mit dem Einstieg in das Leuchtturmprojekt „Klimaneutrales Stadtquartier – Neue Weststadt Esslingen“ gehört künftig auch Wasserstoff als Energieträger der Zukunft zum Portfolio des Energieunternehmens.

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