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Unverpackt einkaufen (Teil 3): Der Praxistest

(vom 26.11.2019 von Martina Fürstenberger)

Kann man beim Einkaufen im Supermarkt auf Plastik oder sogar ganz auf Verpackungen verzichten? Wir haben es getestet.

Unverpackt einkaufen: Der Praxistest

Foto: Karin Fiedler

Das Thema „Unverpackt einkaufen“ ist zur Zeit in aller Munde. Doch wie funktioniert das alles inzwischen in der Praxis? Wir haben es ausprobiert und zwei Testpersonen durch den Edeka-Markt in der Wäldenbronner Straße in Esslingen geschickt.

Der Praxistest von Michaela

Testperson Michaela sollte für ein asiatisches Pfannengericht einkaufen. Ihre Aufgabe: Kann man unverpackt einkaufen, wenn man nur mit Einkaufskorb in den Supermarkt geht? Werden vor Ort Mehrwegsysteme für Gemüse oder Fleisch angeboten?

Michaelas Einkaufsliste

Zutaten für Michaelas Asia-Pfanne:

  • 300-400 Gramm Putenbrust Karotten
  • Champignons
  • 1 rote Paprika Zwiebel
  • Knoblauch
  • Ingwer
  • Kokosmilch
  • (Basmati-)Reis
  • Außerdem: süßes Stückle für nachmittags

Das Testergebnis von Michaela

Unverpackt einkaufen: Das Testergebnis

Foto: Karin Fiedler

Gemüse ohne Verpackung einzukaufen, ist relativ einfach: Alle geforderten Zutaten von der roten Paprika bis zum Knoblauch werden als lose Ware angeboten. Für den Transport kann Michaela zwischen dünnen Plastiktüten, Papiertüten oder Mehrwegnetzen wählen. Letztere werden direkt an der Obst-/Gemüsetheke in 5-er-Packs verkauft. Die Champignons wandern also in ein neues Mehrwegnetz, der Rest kommt lose in den Einkaufswagen. An der Fleischtheke verweist der freundliche Mitarbeiter auf Plastikboxen, die man in der Haushaltswarenabteilung kaufen kann. Diese würden dann jederzeit gerne gefüllt. Beim Reis entscheidet sich Michaela gegen Kochbeutel und für eine Kartonverpackung. Kokosmilch gibt es in Dosen oder Tetrapacks. Beides hat seine Vor- und Nachteile – Michaela nimmt dieses Mal die Dose, da hier immerhin die Recyclingquoten hoch sind. Zum Verpacken des süßen Stückles stehen am Selbstbedienungsregal Pappteller und Papiertüten bereit, allerdings mit Plastiksichtfenster. „Das bräuchte man eigentlich nicht.“

Der Praxistest von Lars

Testperson Lars dagegen wurde voll ausgestattet mit Mehrwegnetzen, Stoffbeutel und Dosen in den Supermarkt geschickt. Wir wollten wissen: Werden die mitgebrachten Behältnisse anstandslos gefüllt? Welche Möglichkeiten gibt es bei Produkten wie Milch oder Butter?

Lars‘ Einkaufsliste

Zutaten für Lars‘ Frühstück:

  • Milch
  • Müsli
  • Joghurt
  • 2 Bananen
  • 2 Äpfel
  • Trauben
  • Brötchen Brezeln
  • Butter
  • Marmelade

Zutaten für Lars‘ Vesper:

  • Brot
  • Wurstaufschnitt
  • 2-3 Käse
  • 6 Eier
  • Gurke
  • Tomaten
  • Radieschen
  • grüner Salat

Das Testergebnis von Lars

Unverpackt einkaufen: Der Praxistest

Foto: Karin Fiedler

Bananen, Äpfel, Radieschen... „Dafür brauche ich keine Verpackung, die nehme ich so mit“, entscheidet Lars. Sogar den Salat legt er später ohne Tüte aufs Band – was die Kassiererin nicht im Geringsten stört. Nur Tomaten und Trauben legt er in ein mitgebrachtes Netz. Das Brot kommt direkt in den eigenen Stoffbeutel. Sogar Eier gibt es lose – heute greift Lars allerdings zum 6-er Pappkarton. „Den kann ich auf dem Wochenmarkt wieder füllen lassen.“ Milch und Joghurt gibt es in Pfandgläsern bzw. -flaschen. An der Wurst- und Käsetheke stellt Lars seine mitgebrachten Boxen auf ein Tablett – die Verkäuferinnen füllen die Behältnisse fachkundig. Sie weisen zum Beispiel darauf hin, dass die verschiedenen Käsesorten getrennt gelagert werden müssen. Butter finden wir nur abgepackt, allerdings könnte man diese an der Frischetheke bestellen. Nicht ohne Einwegverpackungen ging es am Ende bei der Marmelade (im Glas) und beim Müsli.

Ihr gemeinsames Fazit

Unverpackt einkaufen: gemeinsames Fazit

Foto: Karin Fiedler

„Es ist gut, dass man eigene Boxen mitnehmen kann, allerdings muss man dafür gut planen“, so Lars. „Wenn man wirklich alle Einwegverpackungen vermeiden will, wird es schwierig.“ Auffallend sei die gute Beratung durch die Mitarbeiter/-innen des Marktes gewesen. Alle waren gut informiert und für das Thema sensibilisiert. Michaela sagt: „Die Mehrwegnetze würde ich bestimmt meist zuhause vergessen, da ist es einfacher, Obst und Gemüse einfach lose mitzunehmen. Das funktioniert auch sehr gut.“

Kann beim Einkaufen auf Plastik oder sogar ganz auf Verpackungen verzichtet werden? Lesen Sie mehr dazu in unserem ersten Teil der Serie "Unverpackt einkaufen".

Sind Papiertüten wirklich besser als Plastiktüten (auch Knotenbeutel genannt)? Wie umweltfreundlich sind Jutetaschen? In unserem 2. Teil der Serie haben wir 4 Fakten zu Taschen, Beuteln & Verpackungen dargestellt.

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