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Die kleinen Wasser-Experten decken auf

(vom 18.04.2018 von Martina Fürstenberger)

Wie entsteht eine Quelle? Und kann Wasser aufwärts fließen? Die kleinen Wasser-Experten der Kinder-Biennale bekamen am 13. April bei einer Brunnenwanderung spannende Antworten.

Bei der Tour hatten sie einen wahren Experten zur Seite: Der ehemalige Geschäftsführer der Stadtwerke Esslingen (SWE), Wolfgang Lotz, wusste nicht nur viel über die Esslinger Brunnen zu erzählen, sondern hatte auch überraschende Experimente dabei. Startpunkt der Wanderung war der Acht-Röhren-Brunnen in Wäldenbronn. Schon der Name des Esslinger Stadtteils weist auf die vielen Brunnen und die Lage am Wald hin. „Früher holten die Menschen das Wasser mit Eimern“, erklärte Lotz. Beim heutigen Verbrauch von 120 Litern pro Person und Tag gäbe es da einiges zu schleppen. Wie schwer Wasser ist, erfuhren die 10- bis 13-Jährigen am eigenen Leib: Sie versuchten, einen 10-Liter-Eimer bis zur nächsten Station zu tragen.

Gut, dass das Wasser heute aus der Leitung kommt. Früher wurde das Wasser der Brunnen z.B. von Wäldenbronn über einfache Holzleitungen zu den Brunnen in der Innenstadt geleitet. Um Täler zu überbrücken, wurden Aquädukte gebaut. In der Nähe des Gerechtigkeitsbrünnele gibt es ein solches noch zu sehen. Während das Wasser früher nur abwärts fließen konnte, kann man heute auch Steigungen überwinden. Wie das geht, führte Wolfgang Lotz vor: Ein Schlauchende wurde in den Lindhaldenbrunnen gehängt, das andere Ende einen Hang hinab. Durch das Ansaugen am unteren Ende entsteht ein Unterdruck, das Wasser fließt – selbst wenn man das mittlere Schlauchteil nun in die Höhe hebt. „So funktionieren die heutigen Druckleitungen“, erklärte Lotz. Wasser kann also tatsächlich aufwärts fließen.

Entlang des Wegs erfuhren die kleinen Wasser-Experten auch viel über die Entstehung von Regen, Grundwasser und Quellen. In drei Flaschen hatte Wolfgang Lotz verschiedene Schichten aus Erde, Kies und Sand eingefüllt. Durch Kies sickert das Wasser am schnellsten ab, stellten die Kinder fest. Eine Lehmschicht dagegen hält das Wasser auf. Dieses kann dann z.B. an einer Quelle austreten – dargestellt durch einen Strohhalm, der in die Flasche gebohrt war.

Wie man Wasser reinigen kann, wurde in einem weiteren Experiment deutlich. Neben Sand und Kies dient auch Aktivkohle als Filter. „Ein Körnchen Aktivkohle hat die Oberfläche eines Fußballfeldes“, so Lotz. „An dieser Oberfläche können Schmutzpartikel hängen bleiben.“ Das mit Tinte eingefärbte Wasser war nach dem Durchfließen der Aktivkohle-Schicht tatsächlich wieder klar.

Mit einem einfachen Messgerät untersuchten die Teilnehmer außerdem das Wasser aus einem der Brunnen und aus einem Bach auf Härte, pH-Wert und Nitratgehalt. Wie unterschiedlich Wasser schmecken kann, testeten die Kinder am Ende der Tour noch anhand verschiedener Mineral- und Heilwässer.

Die Kleinen Wasser-Experten sind eine neue Arbeitsgruppe der Kinder-Biennale, die von den Stadtwerken Esslingen seit Jahren als Hauptsponsor unterstützt wird. Im Herbst wird es wieder neue Arbeitsgruppen geben, u.a. auch zum Thema Energie.

Wer wissen will, wie die Wasserversorgung in Esslingen heute funktioniert, kann hier nachlesen.

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