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Ein Hochbehälter mit Geschichte

(vom 08.11.2017 von Martina Fürstenberger)

Auf der Katharinenlinde befindet sich direkt neben dem Aussichtsturm ein Wasser-Hochbehälter der SWE. Mit einem Fassungsvermögen von 4000 Kubikmetern zählt er zu den Größten in Esslingen.

Hochbehälter Katharinenlinde

Die Katharinenlinde ist ein beliebtes Ausflugsziel in Esslingen. Hier, fast 470 Meter über dem Meeresspiegel und rund 230 Meter über dem Zentrum, befindet sich direkt neben dem Aussichtsturm ein Wasser-Hochbehälter der Stadtwerke Esslingen. Von hier aus werden die Gebiete Rüdern, Neckarhalde und Teile von Sulzgries versorgt. „Der Hochbehälter ist außerdem wichtig, da er auf gleicher Höhe wie der Hochbehälter Schurwald liegt“, erklärt Lisa Baisch von der Planungsabteilung der SWE. „Sollte der Hochbehälter Schurwald einmal ausfallen, könnte der Hochbehälter Katharinenlinde dessen Aufgaben übernehmen.“ Zugeleitet wird das Wasser übrigens vom Hochbehälter der Landeswasserversorgung auf dem Rotenberg –das Wasser wird von dort zur Katharinenlinde hochgepumpt.

Sanierung im laufenden Betrieb

Normalerweise ist der Hochbehälter von außen nicht sichtbar, da er mit Erde und Gras bedeckt ist. Da im Sommer eine der Behälterkammern saniert wurde, wurde jedoch die Erde abgetragen. „Wir haben die Decke des Behälters neu isoliert. Innen wird außerdem die Beschichtung erneuert.“ Zugleich werden neue Leitungen verlegt und neue Belüftungsfilter eingebaut.

Die zweite Behälterkammer ist derweil ganz regulär in Betrieb. Sie wird dann im nächsten Jahr saniert.

Mittel aus dem Marshall-Plan

Interessant ist die Geschichte des Hochbehälters: Dieser wurde nämlich nach dem Krieg erbaut, um die Wassernot in Esslingen zu lindern. Damals wuchs die Einwohnerzahl der Stadt in wenigen Jahren von 50.000 auf 75.000 an. Eine Tafel erklärt die Hintergründe: „Um die Wassernot zu lindern, beschloss der Gemeinderat, eine Leitung vom Hochbehälter Rotenberg der Landeswasserversorgung zur Katharinenlinde zu legen. Am 12. Aug. 1950 wurde das Pumpwerk Rotenberg, die Druckleitung von 350/400 mm lichter Weite mit 4800 Meter Länge und dieser Behälter in Betrieb genommen.“ Weiter heißt es: „Die Baukosten von etwa 1 Million Deutscher Mark wurden zum größten Teil aus Mitteln bestritten, die uns die Vereinigten Staaten von Amerika auf den Rat ihres Staatssekretärs George C. Marshall für den Wiederaufbau des vom Kriege zerstörten Europa geliehen haben.“

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