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FAQs zu den Auswirkungen des CO2-Preises auf Heizen und Mobilität

(vom 16.11.2020)

Die Bundesregierung führt ab 2021 eine CO2-Bepreisung für die Bereiche Wärme und Verkehr ein. Unternehmen, die mit fossilen Brennstoffen handeln, müssen über einen nationalen Emissionshandel Verschmutzungsrechte (Zertifikate) erwerben.

FAQ's zur Preisanpassung

Betroffen sind Energieträger wie Erdgas, Heizöl, Flüssiggas, Kohle, Benzin und Diesel. Damit erhält der Ausstoß von Treibhausgasen beim Heizen und Autofahren einen Preis. Das hat auch Auswirkungen auf die Tarife für Erdgas und Wärme.

Wozu dient der CO2-Preis?

Das Ganze steht in Zusammenhang mit dem Klimaschutzprogramm 2030 der Bundesregierung. Über fossile Brennstoffe gelangen Kohlenstoffdioxide (CO2) in die Atmosphäre, was das Klima beeinflusst. Mit einem Preis für den Schadstoffausstoß werden Anreize geschaffen, möglichst wenig CO2 auszustoßen und stattdessen Energie zu sparen, erneuerbare Energien auszubauen und zu nutzen.

Wer muss die Zertifikate erwerben?

Unternehmen, die mit Heizöl, Erdgas, Benzin und Diesel handeln, müssen für den Treibhausgas-Ausstoß, den ihre Produkte verursachen, Verschmutzungsrechte in Form von Zertifikaten erwerben. Dafür wird ein neues nationales Emissionshandelssystem (EHS) geschaffen.

Auch die Stadtwerke Esslingen als Erdgasversorger müssen Zertifikate kaufen.

Geregelt ist dies alles im Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) und den entsprechenden Verordnungen dazu.

Was hat das Ganze mit dem europäischen Emissionshandel zu tun?

Auf europäischer Ebene gibt es bereits seit 2005 einen Emissionshandel (ETS). Dieser umfasst aber nur die Stromerzeugung in Kraftwerken sowie einige Sektoren der Industrie (u.a. Eisen- und Stahlverhüttung, Raffinieren, Chemische Industrie, Zement-/Glas-/Ziegelherstellung, Papierproduktion). Auch der innereuropäische Luftverkehr nimmt an diesem System teil.

Für die Sektoren Mobilität und Wärme fehlt ein solches Steuerungsinstrument bisher. Deshalb wird nun der deutsche Emissionshandel eingeführt. Ziel ist es, auch hier zu einer europaweiten Regelung zu kommen.

Wie hoch wird der CO2-Preis sein?

In den ersten fünf Jahren ist der Preis pro Tonne festgelegt: Von 25 Euro pro Tonne im Jahr 2021 wird er schrittweise auf 55 Euro im Jahr 2025 ansteigen. Danach müssen Zertifikate per Auktion ersteigert werden, der Preis richtet sich nach Angebot und Nachfrage und soll sich in einem Korridor zwischen 55 und 65 Euro bewegen.

Für Erdgaskunden bedeutet das: 2021 wird zusätzlich zu den bisherigen Steuern und Abgaben die CO2-Bepreisung in Höhe von 0,455 Cent/kWh fällig.

Wie wirkt sich das auf meinen Erdgastarif aus?

Grundsätzlich setzt sich der Preis für Ihr Erdgas aus verschiedenen Bestandteilen zusammen. Neben den Kosten für den Einkauf des Erdgases sind dies Netzentgelte sowie Steuern und Abgaben. Zum 1. Januar 2021 kommt zu den bisherigen Steuern und Abgaben die CO2-Bepreisung dazu.

Im neuen Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) und den dazu gehörenden Verordnungen ist unter anderem geregelt, wie die Menge CO2 berechnet wird, die je Kilowattstunde verbrauchtem Gas in die Atmosphäre gelangt. Daraus ergibt sich eine CO2-Bepreisung in Höhe von 0,455 Cent/kWh.

Dieser Kostenbestandteil wird, genauso wie andere Steuern und Abgaben, in den Arbeitspreis einberechnet. Im Preisblatt sind die Kostenbestandteile einzeln ausgewiesen.

Alle betroffenen Kunden werden per Brief über die Preisänderungen informiert. Durch vorausschauende Einkaufspolitik ist es den Stadtwerken Esslingen gelungen, die Bezugskosten für den Einkauf des Erdgases zu senken. Deshalb geben wir die zusätzlichen Kosten durch die CO2-Bepreisung und auch die steigenden Netzentgelte nicht in voller Höhe an die Kunden weiter.

Wie wirkt sich das auf meinen Bio-Erdgastarif aus?

Unsere Tarife CleverBio 10 bzw. grünES Bio 10 enthalten 10 Prozent Bioerdgas und 90 Prozent herkömmliches Erdgas. Da die CO2-Bepreisung nur für herkömmliches Erdgas anfällt, fällt die Kostensteigerung entsprechend niedriger aus. Bei unseren Bio10-Tarifen beträgt die CO2-Bepreisung 0,41 Cent/kWh.

Wie wirkt sich das auf meinen Wärmepreis aus?

Die Wärmepreise für unsere verschiedenen Tarife in der Nah- und Fernwärmeversorgung werden anhand von Preisformeln und Indizes berechnet. Diese Indizes bilden die Kostenentwicklung in Bereichen wie Rohstoffe, Investitionen, Personal usw. marktkonform ab. Festgelegt werden die Indexwerte teilweise vom Statistischen Bundesamt. Die Gewichtung der einzelnen Indizes hängt von den eingesetzten Energieträgern ab – in unseren Heizzentralen verwenden wir unter anderem Biomasse, Erdgas und Bioerdgas.

Zusatzkosten die durch den neuen CO2-Preis bei der Erzeugung der Wärme entstehen, werden an unsere Wärmekunden weitergegeben.

Wie wirkt sich das auf den Preis an der SWE-Erdgastankstelle aus?

An der Tankstelle der SWE wird 100-prozentiges Bio-Erdgas abgegeben. Dieses ist von der neuen CO2-Steuer nicht betroffen.

Wird nun alles teurer?

Die Einnahmen aus dem Zertifikatehandel sollen den Bürgerinnen und Bürgern durch Entlastungen an anderer Stelle zurückgegeben werden. Die Bundesregierung will dies vor allem über eine Senkung der EEG-Umlage tun – Strom soll dadurch günstiger werden. Geplant sind auch die Anhebung der Pendlerpauschale und eine Mobilitätsprämie. Gefördert werden soll der klimafreundliche Verkehr und energieeffiziente Gebäude.

Wie kann ich Energiekosten sparen?

Grundsätzlich gilt: Je weniger Heizenergie ein Haus oder eine Wohnung verbraucht, desto geringer sind auch die Kostensteigerungen aufgrund des CO2-Preises.

Nutzen Sie unsere Energieberatung! Unsere Experten helfen Ihnen gerne dabei, Einsparpotentiale in Ihrem Gebäude zu entdecken. Sie bieten verschiedene Analyseverfahren an, begleiten bei energetischen Sanierungen und beantragen Fördergelder. Sie geben Ihnen außerdem Tipps, wie Sie durch richtiges Heizen und Lüften Energie sparen können. Vereinbaren Sie einfach unter Telefon 0711 3907-200 einen Termin.

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