30. September 2024

A klingt gut, A+ noch besser… es ist gar nicht so einfach, die Energielabels an Haushaltsgeräten richtig zu interpretieren. Wir erklären, worauf Sie achten müssen.
Das EU-Energieeffizienzlabel, oder kurz Energielabel, zeigt den Energieverbrauch von Elektrogeräten, Heizungen und Klimaanlagen an. Verbrauchern hilft es beim Kauf von Produkten wie Waschmaschine, Fernseher und Co., sich für eine möglichst energieeffiziente Variante zu entscheiden. Mit effizienten Geräten, die wenig Strom und Wasser verbrauchen, kann man im Haushalt viel Geld sparen. Das Label, das meist als Etikett auf den Geräten klebt, beinhaltet eine Einteilung in Effizienzklassen, Angaben zum Verbrauch, zur Lautstärke und weitere technische Daten. Die Energielabels sind EU-weit einheitlich geregelt.
Geräte sind in Energieeffizienzklassen von A bis G eingeteilt. A (bzw. A+++) ist dabei der beste Wert und auf der Skala grün markiert, G der schlechteste und rot unterlegt. Im Handel gibt es nicht immer alle Effizienzklassen zu kaufen. Bei manchen Produktgruppen ist der Verkauf von Geräten, die sehr viel Strom verbrauchen, aufgrund der EU-Ökodesignverordnung nicht erlaubt.
Gesetzlich vorgeschrieben ist das EU-Energieeffizienzlabel für folgende Haushaltsgeräte: Kühlschränke und Gefriergeräte, Backöfen, Dunstabzugshauben, Geschirrspüler, Waschmaschinen, Wäschetrockner, Waschtrockner (Kombigerät), Fernseher, Lampen/Leuchtmittel.
Auch diese Geräte tragen das Label: Warmwasserbereiter (z. B. Durchlauferhitzer), Heizungsanlagen, Raumheizgeräte, Raumklimageräte, Lüftungsanlagen.
Computer zum Beispiel haben kein Energielabel. Auch für das Kochfeld von Herden gibt es kein Label, nur für Backöfen.
Die Labels auf alten Geräten sind oft nicht mit denen auf neuen Geräten vergleichbar. Das liegt daran, dass die Effizienzklassen beginnend ab 2021 neu berechnet wurden.
Die ersten Energielabels mit Effizienzklassen wurden bereits in den 90er Jahren eingeführt. Aufgrund des technischen Fortschritts wurde die Skala später nach oben um A+, A++ und A+++ erweitert, Geräte in den unteren Klassen gab es kaum mehr. Um den Verbrauchern wieder mehr Übersicht zu verschaffen, wurde die Skala ab 2021 angepasst. Die besten Geräte erhielten A oder B (mit Luft nach oben), die schlechtesten G. Ein heutiges B kann also durchaus besser sein als ein viele Jahre altes A++.
Das neue Energielabel gilt seit März 2021 für Kühl- und Gefriergeräte, Geschirrspüler, Waschmaschinen, Waschtrockner (Kombigerät) und Fernseher. Im September 2021 wurde auch das Label für elektrische Lampen umgestellt. Bis 2030 sollen noch weitere Produktgruppen umgestellt sein.
Wäschetrockner und Backöfen sind noch nicht umgestellt (Stand September 2024), hier gilt weiterhin die ursprüngliche Einteilung. Bei Wäschetrocknern geht die Skala deshalb aktuell von A+++ bis C. Auch bei Heizungen und Klimaanlagen gab es noch keine Anpassung.
Einen guten Überblick über die Gerätegruppen und die jeweils verfügbaren Effizienzklassen gibt die Verbraucherzentrale.