28. August 2025

Der Ausbau der Fernwärme wird in Esslingen immer mehr sichtbar. Vor allem in Oberesslingen und in der Innenstadt sind die Bautrupps der SWE zurzeit unterwegs.
Die Sommerferien werden traditionell genutzt, um in Straßen zu arbeiten, die sonst stark vom Verkehr belastet sind. Beispiele dieses Jahr sind die Schorndorfer Straße und die Hegensberger Straße. Mit den neuen Fernwärmeleitungen kann nun ab Herbst das Wohngebiet Lerchenäcker südlich von Hegensberg ans Netz angeschlossen werden. Konkret geht es um den Bereich Magdeburger, Rostocker, Brandenburger und Dresdener Straße.
Seit Juni bereits baut die Stadt Esslingen die Hindenburgstraße zwischen Schorndorfer Straße und Keplerstraße zur Fahrradstraße aus. In dem Zug verlegen die SWE auch Fernwärmeleitungen. Auch in anderen Straßen wurde über den Sommer gebaut: unter anderem in der Mühlstraße/Ecke Kanalstraße bei der Hochschule, in der Keplerstraße in Oberesslingen, in der Potsdamer Straße, in der Schillerstraße und in der Ehnisgasse in der Altstadt.
Dort soll es im Anschluss in der Martinstraße weitergehen – als erstes ist der Abschnitt zwischen Ehnisgasse und Bahnhofstraße beim Karstadt-Areal geplant. Ebenfalls in der Innenstadt soll ein weiterer Abschnitt der Neckarstraße mit Fernwärmeleitungen versehen werden.
Auch in der Lessingstraße soll noch dieses Jahr gebaut werden. „Die Anwohner werden rechtzeitig informiert“, so Sören Lenz von der Bauabteilung der SWE. „Den konkreten Ablauf stimmen wir jeweils mit der Stadt Esslingen ab.“
Die Leitungen werden in etwa einem Meter Tiefe verlegt. Genau genommen sind es immer zwei Leitungen, die nebeneinander liegen – eine für den Vorlauf, eine für den Rücklauf. Denn das Fernwärmenetz funktioniert wie ein Kreislauf: Das Wasser ist anfangs bis zu 130 Grad heiß; die Energie wird über Wärmetauscher in die einzelnen Gebäude übertragen. Etwas kühler fließt es anschließend zurück. Damit beim Transport möglichst wenig Energie verloren geht, sind die Stahlrohre mit einer dicken Isolierschicht ummantelt.
Im Juni ist das Backhaus Zoller in seine neue Firmenzentrale im Gewerbegebiet Neckarwiesen gezogen. Bei der Energieversorgung nutzt man die günstige Lage an einer Fernwärmeleitung. „Zum Heizen braucht eine Bäckerei zwar nur wenig Wärme“, erklärt Firmenchef Jörg Zoller (im Bild rechts). Schließlich produzieren die Backöfen mehr als genug davon. „Wichtiger ist heißes Wasser für das Waschen und Spülen der Warenkörbe.“ Um dabei Energie zu sparen, setzt das Backhaus auf Wärmerückgewinnung: Die überschüssige Wärme von den Backöfen und aus der Kühlung fließt in drei große Pufferspeicher. Die dann noch benötigte Energie kommt aus der Fernwärmeleitung. „Die Leitung läuft direkt am Gebäude vorbei“, so Zoller, der den Betrieb zusammen mit seinem Bruder Achim führt. Weitere Pluspunkte waren die Versorgungssicherheit und die Flexibilität. „Wir können je nach Bedarf mehr oder weniger Wärme abnehmen.“
Auch bei der Kühlung nutzt das Backhaus übrigens moderne Technik und ein umweltfreundliches Kältemittel. Der Strom für die Anlagen kommt von der PV-Anlage auf dem begrünten Dach.
„Wir wünschen dem Backhaus Zoller am neuen Standort weiterhin viel Erfolg“, so SWE-Geschäftsführer Jörg Zou.
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Wärmenetze sind ein wichtiger Baustein der Energiewende. In Esslingen betreiben die Stadtwerke Esslingen nicht nur das Fernwärmenetz, das seine Wärme von den Kraftwerken entlang des Neckars bezieht, sondern auch einige weitere Wärmenetze. Prüfen Sie jetzt, ob bereits heute oder künftig ein Anschluss in Ihrer Straße verfügbar ist!
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