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06. Februar 2025

Photovoltaik: 2024 war ein Rekordjahr

PV-Anlage

Inzwischen liegen die ersten Zahlen vor: Solarenergie liefert mehr als 14 Prozent des Strommixes in Deutschland. Keine andere Energieform hat höhere Zuwachsraten. Wir blicken auf die aktuellen Zahlen und die Rahmenbedingungen.

Wie läuft der PV-Ausbau in Deutschland?

Sonnenenergie ist die erneuerbare Energieform mit den höchsten Zuwachsraten. Der Anteil von Photovoltaik am Strommix (Netto-Stromerzeugung) lag im Jahr 2024 - laut aktueller Zahlen des Fraunhofer-Instituts - bei 14,5 Prozent. Fünf Jahre vorher lag der Anteil bei erst 9 Prozent. Naturgemäß schwankt die Erzeugung mit den Jahreszeiten, der ertragreichste Monat bisher war der Juli 2024 mit 10,3 Terawattstunden (Gesamtjahr 72,2 TWh).

Laut Photovoltaik-Strategie der Bundesregierung sollen 2025 18 GW Leistung neu installiert werden, ab 2026 dann jedes Jahr 22 GW. Dabei soll sich der Zubau hälftig auf Dach- und Freiflächenanlagen verteilen. Tatsächlich könnten diese Ziele übertroffen werden.

Den größten Anteil an der Stromerzeugung insgesamt liefert übrigens die Windkraft mit 33 Prozent. 2024 wurden bereits mehr als 60 Prozent des Stroms regenerativ erzeugt – auch das ist ein neuer Rekord.

Wie sind die Rahmenbedingungen?

Einiges ist in den letzten Jahren einfacher geworden: Bereits seit 2023 sind die Einnahmen aus kleineren PV-Anlagen von der Einkommenssteuer befreit. Zudem entfällt ebenfalls seit 2023 die Umsatzsteuer beim Kauf einer privaten Anlage. Seit Mai 2024 sind Netzbetreiber außerdem verpflichtet, eine Anfrage zur Installation einer Photovoltaik-Anlage (Netzanfrage) bis 30 kWp innerhalb von vier Wochen zu beantworten, ansonsten gilt die Anlage automatisch als genehmigt.

Weitere Erleichterungen gibt es bei Balkonkraftwerken, diese müssen nur noch in Marktstammdatenregister eingetragen werden. Eine Anmeldung beim Netzbetreiber ist nicht mehr notwendig. Außerdem können analoge Stromzähler übergangsweise weiter genutzt werden.

Wie hoch ist die Einspeisevergütung?

Die Vergütungssätze des EEG für Neuanlagen werden alle sechs Monate angepasst und sind dann für eine Laufzeit von 20 Jahren garantiert. Für PV-Anlagen mit Eigenverbrauch, die zwischen 1. Februar und 31. Juli 2025 in Betrieb genommen werden, beträgt die Einspeisevergütung bis zu 7,94 Cent pro Kilowattstunde. Bei Volleinspeisung sind es bis zu 12,60 Cent pro Kilowattstunde. Diesen höchsten Vergütungssatz gibt es für Anlagen kleiner als 10 kW - die übliche Größe bei Privathäusern. Am meisten lohnen sich PV-Anlagen, wenn man den Strom selbst nutzt. Dieser Eigenverbrauch lässt sich zum Beispiel durch einen Speicher anheben.

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Wie sind die Perspektiven?

Photovoltaikmodule sind in den letzten Jahren immer günstiger und leistungsfähiger geworden. Gleichzeitig sind die Strompreise gestiegen. Das macht Photovoltaik sehr attraktiv – für Privatpersonen genauso wie für größere Projekte und neue Anwendungen. Dazu zählen zum Beispiel Agri-PV, also Anlagen über Agrarflächen, oder PV-Anlagen auf Gewässern. Auch Flächen an Autobahnen oder Bahnstrecken eignen sich für Solarparks. Zukunftsweisend sind stromerzeugende Fassaden, oder Wege und Straßen mit Solarbausteinen. Die Stadtwerke Esslingen testen auf ihrem Gelände gerade einen solchen Solarweg. Außerdem errichten die SWE PV-Anlagen beispielsweise auf Wasser-Hochbehältern und anderen technischen Anlagen. Zudem werden Kommunen und Unternehmen unterstützt, die PV-Anlagen installieren wollen – ob für die eigene Nutzung, für Mieterstrom oder um den Strom ins Netz einzuspeisen.

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