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Was ist der Unterschied zwischen Strom und Ökostrom?

(vom 07.11.2019 von Kristina Lucic)

Immer mehr Haushalte beziehen Ökostrom, aber wieso eigentlich? Wie lässt sich „normaler Strom“ von Ökostrom unterscheiden? Im Folgenden haben wir Ihnen die wichtigsten Fragen und die dazugehörigen Antworten rund um das Thema Ökostrom zusammengestellt.

Familie Ökostrom

Was genau ist Ökostrom?

Eine eindeutige und allgemeingültige Definition für den Begriff Ökostrom gibt es nicht, da der Begriff enger und weiter gefasst werden kann und dementsprechend weit gefächert ist. Vereinfacht lässt sich jedoch sagen, dass Ökostrom Strom ist, der aus erneuerbaren Energiequellen generiert wird.

Quellen für Ökostrom

Zu den fünf klassischen Quellen für Ökostrom zählen:

  • Windkraft

Windenergie

Durch Windkraftanlagen wird Energie des Windes in elektrische Energie umgewandelt. Dabei unterscheidet man zwischen Onshore- und Offshore-Anlagen. Onshore- Anlagen findet man zu Lande und Offshore-Anlagen zu Wasser. Durchschnittlich produzieren Offshore-Anlagen mehr Strom als Onshore-Anlagen, da die Windgegebenheiten auf dem Meer meist stärker sind.

  • Biomasse

Holzstamm

Durch die Verbrennung fester Biomasse, wie zum Beispiel Holzabfällen, wird in Biomasseheizkraftwerken oder Biomassekraftwerken elektrische Energie erzeugt.

  • Wasserkraft

Wasserkraft

Durch Wasserkraftanlagen wird Energie des Wassers in mechanische bzw. elektrische Energie umgewandelt. So zum Beispiel auch bei der Gewinnung unseres grünES-Ökostroms. Dieser stammt nämlich zu 100% aus süddeutschen Wasserkraftwerken.  

  • Sonnenenergie

Sonnenenergie

Mit sogenannten Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen), die sich bereits auf vielen Dächern Deutschlands befinden, wird elektrischer Strom aus Sonnenenergie generiert. Eingebaute Solarzellen der Anlage fangen die Sonneneinstrahlung ein und wandeln sie in Strom um. Der Strom kann dann von den jeweiligen Haushalten genutzt werden. Unser Solar plus Speicher komplett kombiniert PV mit einem Stromspeicher.

  • Geothermie

Erdwärme

Die in der Erde gespeicherte Wärme kann genutzt werden, um zu heizen oder zu kühlen. Dabei wird durch Erdwärmebohrung Energie aus der Erde gewonnen und schließlich auf das gewünschte Heizniveau angehoben. Aus Erdwärme Strom zu erzeugen ist in Deutschland eher selten, Geothermie wird hierzulande zumeist für Wärmeerzeugung genutzt.

Strom, der aus Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen erzeugt wurde, wird oft auch als Ökostrom bezeichnet.

  • Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)

 Kraft-Wärme-Kopplung

Bei der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) handelt es sich um eine Art Energie-Erzeugung, bei der gleichzeitig elektrische Energie und Wärme generiert wird. Vergleicht man dies mit dem Prozess getrennter Energie- und Wärmeerzeugung, so werden mit der KWK etwa 40 Prozent Energie eingespart.

Was ist der Unterschied zwischen normalem Strom und Ökostrom?

Es gibt keinen physikalischen Unterschied zwischen herkömmlichem Strom und Ökostrom. Denn beide kommen aus der gleichen Steckdose und gelangen über das selbe Stromnetz in die Haushalte. Der Unterschied besteht viel mehr in der Art der Stromerzeugung. Wie oben bereits aufgeführt, wird reiner Ökostrom aus erneuerbaren Energien generiert. Deshalb ist diese Stromquelle auch nachhaltiger und klimafreundlicher, da hier Kräfte der Natur, wie zum Beispiel Wind, genutzt werden, um Energie zu generieren. Diese Energiequellen stehen dem Menschen beinahe ohne Limit zur Verfügung. Währenddessen besteht der herkömmliche Strom aus Kernenergie, sowie aus fossilen Energieträgern, wie zum Beispiel Kohle und Erdgas. Diese Stoffe sind im Gegenzug nur begrenzt verfügbar und tragen durch die großen Mengen von CO₂-Ausstoß erheblich zum Klimawandel bei.

Doch auch der normale Strommix besteht inzwischen zu ca. 38,2 Prozent aus Erneuerbaren Energien.

Der Unternehmensmix der grünES ist folgendermaßen zusammengesetzt:

Energieträgermix grünES-Ökostrom 2019

Ist Ökostrom CO₂-neutral?

Reiner Ökostrom wird CO₂-neutral erzeugt (0g/ kWh CO₂-Emissionen). Der Strom, der schlussendlich aber aus der Steckdose kommt, ist eine Mischung aus Ökostrom und herkömmlichem Strom. Wie oben bereits aufgeführt, beinhaltet der herkömmliche Strommix in Deutschland 421 g/kWh CO₂-Emissionen.

Ist Ökostrom dann überhaupt sinnvoll?

Ja, denn je höher die Nachfrage nach Ökostrom ist, desto höher ist der Anteil an Erneuerbaren Energien im Strommix. Folglich beeinflussen die Verbraucher mit ihrer Wahl den gesamten Strommix in Deutschland. Aber auch ohne Bezug von Ökostrom wird automatisch der Ausbau Erneuerbarer Energien gefördert, da ein Teil des Strompreises über die EEG-Umlage in den Bau und die Entwicklung von Ökostrom investiert wird. 

Was ist eigentlich guter Ökostrom?

Es handelt sich um echten Ökostrom, wenn der Ökostrom sowohl aus 100% erneuerbaren Energiequellen stammt, als auch von klimafreundlich agierenden Unternehmen, die sich bewusst für die Umwelt einsetzen. Dadurch wird die Energiewende vorangetrieben.

Im Kontrast dazu, gibt es Stromanbieter, die über sogenannte RECS- Zertifikate klimaschädlichen Kohle- oder Atomstrom als ökologisch ausweisen. RECS- Zertifikate werden an Anbieter ausgehändigt, die ökologischen Strom generieren. Diese Zertifikate können jedoch auch an dritte verkauft werden. Oft erwerben zum Beispiel Stromanbieter, die Atomstrom herstellen, die Zertifikate. Folglich gilt dann der eigentlich umweltschädlich generierte Strom als Ökostrom- zumindest auf dem Papier.

Der Begriff Ökostrom ist nicht rechtlich geschützt, daher gibt es auch keine Standards, an die sich jeder Anbieter zwingend halten muss. In Deutschland können sich Anbieter als Ökostrom-Anbieter ausgeben, wenn mindestens die Hälfte ihres angebotenen Stroms aus Erneuerbaren Energiequellen gewonnen wird. Daher sollte man stets versuchen, zwischen Ökostrom und gutem Ökostrom zu unterscheiden. Eine mögliche Hilfe hierbei können sogenannte Label für Ökostrom bieten.

Wie sinnvoll sind Label für Ökostrom?

Label für Ökostrom sind nur bedingt sinnvoll. Denn nicht allen Labeln kann man gleichermaßen vertrauen. Zum Beispiel unterscheiden die Label „Grüner-Strom-Label“ und „OK-Power Gütesiegel“ mit Gewissheit echten Ökostrom von Unechtem. Wenn eines dieser beiden Label zu sehen ist, dann kann man sich sicher sein, dass der Anbieter keine Atom- oder Kohlekraftwerke betreibt. Außerdem wird ein Teil des Erlöses in Innovationen erneuerbarer Energien investiert. Hingegen gibt es auch Label, die zwar Ökostrom garantieren, aber die Anbieter auch noch fossilen und atomaren Strom beziehen. Daher sollte man Labeln nur bedingt vertrauen, denn nicht alle Label versichern 100-prozentigen Ökostrom gleichermaßen.

Fazit

Wer bei der Suche nach dem richtigen Anbieter keinen Fehler machen will, sollte sich vor der Entscheidung ausführlich informieren.

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